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Archäologin Christina Trikidou bereitet eine antike Vase für das Scannen vor
© Badisches Landesmuseum, Hannes Deters
von Sandra Gygax
2
min Lesezeit

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3D-Digitalisierung antiker Vasen – Ein Gespräch mit Christina Trikidou

Seit Juni 2024 arbeitet das Badische Landesmuseum an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungs- und Digitalisierungsprojekt 3D4Vases. In diesem kurzen Video sprechen wir mit der Archäologin Christina Trikidou, die unmittelbar an der täglichen Digitalisierungsarbeit beteiligt ist. Sie gibt Einblicke in das Verfahren zur Generierung hochauflösender 3D-Modelle antiker griechischer und italischer Vasen und zeigt, welche Details erst durch die Scans ans Licht kommen. Außerdem diskutieren wir mit ihr, inwieweit digitale Methoden die archäologische Forschung und Museumspraxis verändern.

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Behind the Scenes with Christina Trikidou – Video-Interview zu 3D4Vases
© Badisches Landesmuseum

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Das Projekt „3D4Vases – Dreidimensionale Digitalisierung der Karlsruher Vasensammlung und Entwicklung deskriptiver Standardverfahren“ verbindet Archäologie, Informatik und Kulturvermittlung mit dem Ziel, rund 550 Vasen aus der Sammlung des Museums zu dokumentieren und die zugehörigen Forschungsdaten einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Neben der Erstellung präziser und farbkalibrierter 3D-Modelle mittels Photogrammetrie* eröffnet das Projekt neue Perspektiven auf Restaurierungsgeschichte, Materialspuren, Bildprogrammen und die Nutzung der Objekte und führt bestehende Ansätze zur differenzierten Beschreibung antiker Vasen fort. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Entwicklung neuer standardisierter Normvokabulare für den digitalen Katalog des Museums bei. Diese ermöglichen präzisere Beschreibungen der Objekte und eine verbessern die Interoperabilität archäologischer Daten über Sammlungen und Forschungskontexte hinweg.

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  • * Photogrammetrie

    Photogrammetrie bezeichnet ein bildbasiertes Verfahren zur Erzeugung präziser dreidimensionaler Modelle von Objekten oder Umgebungen. Grundlage sind zahlreiche überlappende Fotografien, die aus unterschiedlichen Perspektiven aufgenommen werden. Durch die Analyse visueller Merkmale und räumlicher Beziehungen zwischen den Bildern rekonstruiert eine spezialisierte Software die Form, Oberfläche und Textur des Objekts.

Finales 3D-Modell

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© Henne / Ordnung, 2013

Detailaufnahme eines antiken, kunstvoll verzierten Krugs mit schwarzer und oranger Farbgebung.
Fotografische Dokumentation, Detail der Hydria B 92
© Badisches Landesmuseum, Hannes Deters
Antike griechische Vase mit roter Figurenmalerei, die zwei stilisierte Personen und dekorative Muster darstellt.
Fotografische Dokumentation, Seitenansicht der Hydria B 92
© Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

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Bis 2027 wird das Projekt mit der Veröffentlichung eines erweiterten digitalen Katalogs abgeschlossen, der zu einem Forschungsdatenportal weiterentwickelt wird. Dieser bietet freien Zugang zum vollständigen Bestand an 3D-Modellen, fotografischen Neuaufnahmen, den zugehörigen Forschungsdaten sowie den neu entwickelten beschreibenden Vokabularen.

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15.01.2026
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