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Forschen und Schreiben über das Nichts? Die ethnographische Sammlung des Badischen Landesmuseums
Wie schreibt man über eine Museumssammlung, die im Haus nicht mehr präsent ist? Diese paradoxe Frage begleitete mich in den zwei Jahren meines Promotionsvolontariat in der Abteilung Kunst und Kulturgeschichte des Badischen Landesmuseums. Obwohl Sammlungen der langfristigen Erhaltung dienen, verschwand die ethnographische Sammlung dennoch aus dem Museum. Wer war beteiligt, und was geschah wann und warum?
Anfang der 2000er Jahre kamen weitere zeitgenössische Sammlungen aus Nordafrika ans Landesmuseum, die im Zuge der großen Sonderausstellung „Hannibal ad portas“ und damit einhergehenden Kooperationen erworben bzw. gesammelt wurden. Zudem gingen zwei historische Sammlungen als Schenkungen ans Haus, die im Zuge der Neugestaltung der Dauerausstellung „Baden und Europa“ verwendet wurden. Ein Teil dieser Bestände gehört heute zur Sammlung „WeltKultur/GlobalCulture“, die bis zur Schließung des Hauses sichtbar war und an die Geschichte der ethnographischen Sammlung erinnerte. Auch zeigte die Ausstellung einen neuen Ansatz, der sich von der alten, ethnographischen Sammlung unterschied: anstatt die Dinge als Belege anzuführen legte die Ausstellung ihren Schwerpunkt auf die interkulturellen Verflechtungen zwischen verschiedenen Regionen der Welt, die anhand unterschiedlicher Zeugnisse und ihrer Gegenüberstellung aufgezeigt wurden.