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Das richtige Gemälde? Von falschen Titeln, Druckfehlern und anderen Merkwürdigkeiten
Ist schon die Recherche nach der Provenienz eines Gegenstandes ein aufwendiges Unterfangen, so entzieht sich bisweilen auch das zu untersuchende Objekt einer eindeutigen Bestimmung. Allerdings ist die Klärung der Objektidentität unerlässlich, insbesondere wenn es sich bei Gegenständen der angewandten Kunst um seriell gefertigte Werke handelt. Doch auch bei Gemälden ist man mit Repliken, Kopien oder variierenden Wiederholungen konfrontiert. Zudem können Bildtitel abweichen, das Sujet nicht korrekt erkannt und benannt sowie die Zuschreibung an eine*n Künstler*in falsch oder unbekannt sein.
Ein weiteres Melling-Gemälde wurde im Jahr 1973 vom Badischen Landesmuseum erworben. Es gehört zu einer Reihe von Supraporten, die von der ursprünglichen Ausstattung des Karlsruher Schlosses erhalten geblieben sind BLM Inv. Nr. 73/169; 1915 wurde es im Auktionskatalog Nr. 1741 bei Rudolph Lepke, Berlin: „Ölgemälde und Aquarelle erster Meister unserer Zeit (…); Versteigerung 16. November 1915“ angeboten. Los 62 nennt „Zwei Nymphen, durch einen Schwan erschreckt“ mit einem offensichtlichen Druckfehler beim Breitenmaß von „12 cm“. Tatsächlich ist das Gemälde 71 cm hoch und 128,5 cm breit (ohne Rahmen).